Damen-Gymnastikgruppe des TSV 1848 Hungen e.V.  wieder auf großer Fahrt

Voller Vorfreude bestieg die reiselustige Gruppe in Frankfurt den IC - sollte eigentlich ein ICE sein - und kam aber trotz aller Widrigkeiten  fröhlich in ihrem Best-Western-Hotel an. Die Koffer blieben unausgepackt, denn nun hieß es, schnell in die Stadt und auf eigene Faust möglichst viel  erkunden, so z. B. auch die schönste im Jugendstil erbaute Markthalle Deutschlands , die herrlichen exotischen Gerüche dort wahrzunehmen, zu kosten  usw.. Die Reisekasse wurde rasch überprüft, denn im etwas teueren Einkaufszentrum "Zum Breuninger" wollten die Damen natürlich stöbern. Nach einem ausgiebigen Besuch des Weindorfes hieß es wieder, rasch ins Hotel, denn abends wartete das bekannte Musical "Die Hexen von Oz". Eine wirklich fantasievolle Kulisse und wunderschönen Kostümen entführten uns in das magische Land Oz. 

Am Samstag in aller Frühe hatten wir eine sehr ausgiebige Stadtführung mit einer wunderbaren, begeisterungsfähigen Stadtführerin. So lernten wir nicht nur die speziellen Verhältnisse Stuttgarts (Lage/Luft etc.) kennen, wir erfuhren noch so manch Interessantes und viele lustige Anekdoten.  Spätestens nach dem Ausblick vom Turm des Hauptbahnhofes war uns klar, warum der Baugrund in Stuttgart so rar und daher auch so teuer ist. Der von den Stadtvätern gewünschte neue Bahnhof  (unterirdisch) wird richtig was kosten,  und wir sind sehr gespannt, ob dieses ehrgeizige Projekt gebaut wird bei den sprichwörtlich "sparsamen Schwaben" wie unsere Stadtführerin meinte. Unser Weg führte uns durch die gesamte Innenstadt vorbei an dem Glaspalast CUBE, der  hoch über den Dächern der Stadt hinausragt. Ein Rundblick von dort oben ist ein MUSS.. Wir schlenderten am alten und neuen Schloß, Staatstheater im Schlossgarten vorbei, bestaunten die unterschiedlichen Schillerdenkmäler und schmunzelten bei schwäbischen Geschichten zu den einzelnen Bauwerken, zu ihren Bewohnern den  Königen und Fürsten. Das ehemals jüdische historische Bohnenviertel (der Name entstand, weil in jedem Garten früher Bohnen angebaut wurden, heute sieht man nur ab und an welche in Zierbottichen) mit seinen vielen kl. Läden und alten Restaurants lud uns eigentlich zu Verweilen ein, aber die Calwer Straße wartete auf uns. Im Calwer Eck - eine der kleinsten Brauereien der Stadt -  nahmen wir unser Mittagessen ein und konnten so herzhaft das selbstgebraute Bier kosten. Frisch gestärkt bummelten wir bei strahlendem Sonnenschein über den Antikflohmarkt. Ein gemeinsames Abendessen sollte den Tag eigentlich abrunden. Aber wie immer versumpften einige Nachteulen im Weindorf, andere veranstalteten ein Mitternachtschwimmen im Hotel, der Rest schlief erschöpft.

 Der Sonntag war ganz der Wilhelma gewidmet. Die Zeit reichte nicht, um all die herrlichen Bauwerke, die vielen Tier- und Gewächshäuser, die Darwin-Ausstellung usw. zu besichtigen. Nicht umsonst heißt es, die Wilhelma in Bad Cannstatt zählt zu Europas schönsten zoologisch-botanischen Gärten.

Abends war die Gruppe wieder wohlbehalten in Hungen eingetroffen. Abteilungsleiterin Christel Jung wurde für die Organisation herzlich mit einem Blumengutschein gedankt und gleichzeitig die Bitte ausgesprochen, im nächsten Jahr wieder auf große Fahrt mit den Damen zu gehen; das Ziel wird nach Berlin und Hamburg diesmal Dresden sein.

 

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